Umweltsenator Loske eröffnete mobile Ausstellung zum Konsum
- "Klimarucksack" von Lebensmitteln
- Alltagshandlungen unter die
Klimalupe nehmen
- Ausstellungsorte gesucht
- im Winter auch in Schulen ab Klasse 8
- jetzt online "einkaufen" unter www.NABU-Klimaladen.de
- Nächster Standort: 29./30.1.10 Haven Höövt
(Bremen, den 07/08/09) Spritsparende Autos und gut gedämmte Häuser mindern den Klimawandel, das ist mittlerweile Allgemeingut. Weniger bekannt ist, welchen "Rucksack" an Klimagasen der tägliche Konsum hat. Mit dem "NABU-Klimaladen" wirbt der Naturschutzbund für emissionsarmen Genuss. Der Ausstellungs-Anhänger wurde durch den Umweltsenator eröffnet und tingelt nun durch Bremen.
"Vegetarisch, saisonal, regional und biologisch sind die Schlagworte für eine klimafreundliche Mahlzeit", zählt NABU-Landesvorsitzender Klaus Stade auf. Das zeigt sich auch an der Kasse des NABU-Klimaladens. Mit Kärtchen kann man hier Obst, Gemüse und Fleisch "einkaufen". Auf dem Kassenbon erscheint neben der Menge an Kohlendioxid, das bei der Produktion anfiel, auch eine Bewertung des Einkaufs.
"Wenn man sieht, dass für einen Kilo Rinderbraten über 13 Kilogramm Kohlendioxid-Äquivalente freigesetzt werden, kommt man schon ins Grübeln", zeigt sich Umweltsenator Reinhard Loske beeindruckt. Als Verkehrssenator interessiert ihn auch der "Klima-Rucksack" für den Transport: "Gib mal die südafrikanischen Erdbeeren und die aus der Region her." Reichliche 11,6 Kilogramm zu knapp 300 Gramm zeigt die Klimakasse an.
Der quietschbunte Anhänger erinnert an einen Kinderkaufmannsladen. Er weckt die Neugier der Passanten, die ihren täglichen Einkauf einmal selbst unter die Klimalupe nehmen wollen. "Es war richtig Arbeit, all diese Modelle von Lebensmitteln zu besorgen", weiß NABU-Chef Stade zu berichten, "wir wollen die Menschen zum Nachdenken anregen, nicht missionieren. Wenn dadurch einige Winter-Erdbeeren im Laden bleiben oder öfters beim regionalen Bauern eingekauft wird, haben wir schon einiges erreicht."
Doch nicht nur über Lebensmittel klärt der Klimaladen auf. Für Schulklassen und Feste wurde die Rückseite des Anhängers mit Mini-Computer, Barbie-Mikrowelle und Playmobil-Kühlschrank ausgestattet. Das ermöglicht spannende Vergleiche aus dem Alltag, vom Kochen übers Duschen und Baden bis zur Internet-Suchanfrage oder Online-Auktion.
"Ich kenne nur wenige Projekte, die die Klimawirksamkeit des täglichen Konsums derart plastisch darstellen", lobt Umweltsenator Loske, "ich wünsche dem NABU-Klimaladen viele interessierte Kunden."

Der NABU-Klimaladen
- sucht noch Standplätze auf Märkten, Festen und größeren Veranstaltungen,
- besucht ab November auch Schulen ab Klasse 8
Wir benötigen:
- 6m x 3m bis 6m x 5m Standfläche
- Stromanschluss 220 V
- für Inneneinsatz Mindest-Durchfahrtshöhe 2,40m, -Breite 1,6m
- Ergänzung mit Biozuckerwatte-Stand möglich (für Kinderfeste)
Anfragen unter 04 21 / 339 8772 oder
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