Mittelmeer-Laubfrosch als blinder Passagier
- NABU bietet streng
geschützter Art Asyl
- ab Frühjahr im Schullandheim Dreptefarm
- Laubfrosch-Experte gesucht
(Bremen, den 21.01.10) Es nimmt sich aus wie eines der modernen Märchen von Vogelspinnen in der Yuccapalme: Ein Mittelmeer-Laubfrosch hat als blinder Passagier im Salat den Weg aus Südfrankreich über den Naturkosthandel in die Bremer NABU-Geschäftsstelle gefunden. Nun lebt der quietschgrüne Gast im Terrarium, um ab Frühjahr im NABU-Schullandheim Dreptefarm Kinder für seine Art zu interessieren.
"Wir waren schon etwas überrascht, als man uns den kleinen Kerl zwischen Salatblättern in die Geschäftsstelle brachte", schmunzelt NABU-Geschäftsführer Sönke Hofmann. Eine Rückführung des nach EU-Recht streng geschützten Frosches sei nicht mehr möglich. "Es wäre ein Riesenaufwand mit sehr ungewissem Ausgang, denn wir wissen nicht, wo das Tier genau herstammt." Der Frosch könne im Lager von Kiste zu Kiste gehüpft sein und vielleicht gar nicht aus Südfrankreich stammen.
"In unserem Schullandheim Dreptefarm halten wir schon einen 'geerbten' Feuersalamander und der Laubfrosch passt ideal zu unserem Umweltbildungsprojekt Froschfarm", betont Sönke Hofmann. In Freiheit werden die Tiere etwa 5 Jahre alt, in Gefangenschaft können es bis zu 15 Jahre sein. Nun sucht der NABU noch einen Terrarien-Experten, der sich mit der Haltung von Laubfröschen auskennt. "Das soll sehr anspruchsvoll sein, deshalb brauchen wir ein wenig Nachhilfe", so Hofmann.
Wer den Naturschützern helfen kann oder Fragen zum Schullandheim Dreptefarm und dem Projekt Froschfarm hat, kann sich unter 04 21 / 3 39 87 72 melden oder unter www.Dreptefarm.de informieren.
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