Eselflyer wirbt für Patenschaften
Faltblatt über „Alfi“, „Püppi“, „Klaas“ und „Grisella“- Motivatoren auf Wanderungen
- selbst schwierige Kinder werden kurzzeitig umgänglich
- heimliche Stars der Dreptefarm
- Dreptefarm warnt vor Anschaffung von Eseln in hiesigen Breiten
(Bremen, den 20/01/12) Ein Faltblatt über seine Esel hat das NABU-Schullandheim Dreptefarm jetzt herausgebracht. Neben den vier Langohren stellt das Heim auch den Muli Don Pédro und den kleinen Pferdinand vor. Neben den Charaktereigenschaften der Herde werden auch die Eselwanderungen, Geburtstage, das Eseldiplom und die Kutschtouren erklärt. Das gemeinnützige Schullandheim hofft, weitere Farmtierpaten zu finden, die helfen, die Kosten für die Tiere zu tragen.
„Unsere Esel sind die größten Sympathieträger des Heims“, freut sich Heimvorsitzender Sönke Hofmann, „deshalb sind wir mit den genügsamen Vieren auch auf vielen Messen und Festen präsent.“ Daraus habe sich der Bedarf nach einem Infofaltblatt über die Esel ergeben. Immer wieder werde das Dreptefarm-Team nach den gleichen Dingen gefragt. „Man bekommt da schnell Fussel am Mund“, schmunzelt Hofmann.
Hauptaufgabe der Lastenträger sind Wanderungen mit den Schulkindern, die ihre Klassenfahrt in das Bremer Schullandheim Dreptefarm machen. „Die Tiere sind das reinste Motivationswunder, da fragt kaum ein Kind, wann die Wanderung endlich vorbei ist“, berichtet Hofmann. Zunächst dürfen die Kinder die Esel abwechselnd führen. Dabei tragen „Alfi“, „Püppi“, „Klaas“ und „Grisella“ Picknick und die Naturforscherausrüstung. Auf dem Rückweg dürfen die Kinder auch reiten.
„Es ist immer wieder erstaunlich, mit welcher Ernsthaftigkeit die Kinder die Verantwortung für die Tiere übernehmen“, schwärmt Hofmann, „da werden selbst äußerst schwierige oder übermäßig coole Kinder zumindest kurzzeitig richtig umgänglich.“ Neben Informationen über die Biologie der Esel wird so auch der Respekt vor dem Mitgeschöpf eingeübt.
Da Esel bei Gefahr oder, wenn sie sich erschrecken, stumpf stehen bleiben, habe es auf den Wanderungen noch nie ernsthafte Unfälle gegeben. „Wer allerdings versucht, die Vier nach Pferdeart mit den Hacken zu beschleunigen wird fix runtergebuckelt“, lacht Hofmann. Esel stammen ursprünglich aus afrikanischen Gebirgen, deshalb würder eine kopflose Flucht schnell in einer Felsspalte enden. Auch die Hausesel bleiben deshalb immer noch scheinbar ruhig und lassen eine Gefahr vorüberziehen.
„Wir warnen immer davor, sich Esel in unseren Breiten anzuschaffen“, betont Hofmann, „die Tiere haben sehr schnell Fell- und Hufprobleme durch die Feuchtigkeit.“ Auch seien die meisten Weiden viel zu fett für die genügsamen Langohren, als unbeschäftigter Rasenmäher leiden die Tiere unter schrecklicher Langeweile. Die Dreptefarm-Esel bekommen nur Heu von den ungedüngten Naturschutzweiden des NABU Osterholz-Scharmbeck und betreiben so ganz nebenbei praktischen Naturschutz.
Das Faltblatt und weitere Informationen über die Farmtierpatenschaften sowie die Aufenthalte und Kinderfreizeiten auf der Dreptefarm gibt es kostenlos unter 04 21 / 3 39 87 72 oder direkt unter www.Dreptefarm.de. Das Schullandheim hat auch noch freie Kapazitäten für Schulklassen und Wochenendgruppen.
Hier gibt es den Eselflyer zum Download:
Titelseite als pdf-Datei
Rückseite als pdf-Datei
| < Zurück |
|---|




