Echte Hemelämmer

  • Rauhwollamm2017Erste drei Lämmchen der Saison geboren
  • Abschlussmeldung: 11 Lämmer sind da.
  • altes Brot als Spende erwünscht
  • Schutz alter Haustierrassen
  • Rauhwoller als uralte Schafrasse
  • Plätze frei für Naturerlebnis-Freizeit


(Bremen, den 31/01/17) Ein sicherer Frühlingsbote sind die Lämmer der „Rauhwolligen Pommerschen Landschafe“ von der NABU-Dreptefarm in Wulsbüttel. Heute Morgen kamen die ersten Lämmchen mit zartem "Bäh!" auf dem Hemelinger Gelände des NABU auf die Welt. Die Naturschützer halten und züchten alte, vom Aussterben bedrohte Haustierrassen und bringen dieses gefährdete Kulturgut den Schulkindern näher. Noch sechs weitere Schaf-Muttern sind trächtig und werden in den nächsten Wochen niederkommen.
„Der Frühling kommt, das ist die Botschaft, die ich von der Weide mitnehme“, freut sich Heimvorsitzender und NABU-Geschäftsführer Sönke Hofmann, „es berührt mich jedes Jahr wieder, diese kleinen schwarzen Lämmer auf unsicheren Beinen herumstaksen zu sehen.“ Zum ersten Mal hat die Schafherde im Vahrer Feldweg überwintert und dabei gleich die Felder nachgeweidet und aufgedüngt.
Der NABU lädt nun Schaffreunde wochentags von 10 bis 17 Uhr zum Besuch ein. „Gleich morgens ist die erste Fütterung, dann sehen wir auch, ob neue Lämmer da sind“, erklärt Hofmann, „die Geburten laufen fast immer problemlos und ohne Hilfe.“ Wer altes, nicht schimmeliges Brot spenden möchte, ist dem NABU willkommen. „Bitte nicht auf eigene Faust füttern, sondern uns ansprechen und größere Mengen direkt abgeben.“
Die "Rauhwoller" sind eine uralte Zuchtrasse. "Die Wolle eines 3.600 Jahre alten Handschuhs hatte schon die gleichen typischen Kurzhaare im Vlies wie die Pommersche Landschafwolle", berichtet Hofmann. Bis auf 46 Schafe und sieben Böcke war der Bestand vor dreißig Jahren geschrumpft. Mittlerweile gibt es von den genügsamen Tieren wieder über 4.000. Dagegen nimmt sich die "Herde" des NABU-Schullandheims mit acht Schafmuttern, fünf Jungschafen und nun aktuell drei Lämmchen fast albern aus.
Der Zuchtgedanke steht denn auch nicht im Vordergrund. "Wir möchten den Kindern zum einen zeigen, wo Wolle, Milch und Fleisch herkommen und zum anderen auf die alten, vom Aussterben gefährdeten Zuchtrassen aufmerksam machen", so Hofmann. Spätestens zu den Osterferien zieht die Herde wieder auf die Dreptefarm. Für die Osterfreizeiten des NABU auf der Dreptefarm für Kinder von 8 bis 14 Jahren, vom 7. bis 13. April und vom 18. bis 22. April , gibt es noch freie Plätze unter 04 21 / 45 82 83 64 oder www.NABU-Bremen.de.