Bei Nistkästen jetzt aktiv werden!

  • blaumeisen Bert SchreckNistkästen schnell noch aufhängen und säubern
  • nicht besetzte Kästen umhängen
  • Ausstellung und Tipps des NABU
  • Gartenvogel-Infopaket wir zugeschickt


(Bremen, den 17.02.17) Das tägliche Gezwitscher aus den Baumkronen und Büschen wird lauter, nur noch wenige Wochen bleiben, bis die Brutsaison wieder startet. Mit einer großen Nachfrage nach Nisthilfen beweisen die Bremer derzeit ihre ausgesprochene Tierliebe. Der NABU als ehemaliger "Deutscher Bund für Vogelschutz" ist für sein umfangreiches Nistkasten-Sortiment bekannt und bietet auch eine große Bauplansammlung für den Heimwerker an.
„Wer seinen Garten mit Nisthilfen bestücken möchte, sollte sich beeilen“, betont NABU-Geschäftsführer Sönke Hofmann, „an milden Tagen sind die Vögel bereits in Balzstimmung und die Männchen schauen sich schon jetzt nach geeigneten Bruthöhlen um.“ Zuviele Kästen könne man gar nicht aufhängen, der NABU empfiehlt jedoch, einen Mindestabstand von etwa sieben Metern zwischen den Meisenkästen einzuhalten, damit die Vögel sich nicht in Konkurrenzkämpfen aufreiben.
„Als Faustzahl sollten zu etwa 60 Prozent Kohlmeisen-Kästen und jeweils zu 20 Prozent Blaumeisen-Kästen und Halbhöhlen aufgehängt werden“, empfiehlt der NABU. Wenn regelmäßig mehr als dreiviertel der Kästen bebrütet würden, könne man ruhig noch ein paar Nisthilfen nachhängen. Wird ein Kasten gar nicht angenommen, sollte man ihn jetzt schnell noch einmal in eine andere Gartenecke umhängen.
„Auch für eine Reinigung der Kästen wird es hohe Zeit“, meint der Vogelfreund, „wer es bis Ende Februar nicht schafft, sollte dann die Tiere aber nicht mehr stören.“ Alte Nester kann man einfach herausnehmen, wegen der Vogelflöhe und möglicher anderer Parasiten empfiehlt es sich jedoch, Handschuhe zu tragen. Tabu sind Reinigungsmittel, im Extremfall könne mit dem kurzen Ausflammen des Kastens mit einer Lötlampe blutsaugenden Plagegeistern begegnet werden.
Eine Ausrichtung des Einflugloches zwischen Süden und Osten sei wünschenswert, jedoch wie das jährliche Säubern der Kästen ein „besonderer Service, den die Natur eigentlich nicht bietet“, so der gelernte Förster. Nistkästen seien nachgemachte Spechthöhlen und ausgefaulte Baumhöhlen. Diese natürlichen Bruthöhlen, liegen tendenziell eher Richtung Wetterseite, sprich Nordwesten, da hier das Holz schon weicher sei.
Gegen Einsendung von acht Euro in Briefmarken schickt der NABU, Vahrer Feldweg 185, 28309 Bremen ein umfangreiches „Gartenvogel-Infopaket“ zu. Eine Ausstellung verschiedener Nisthilfen, Bauanleitungen für Nistkästen und Beratung findet man direkt beim NABU jeweils von Montag bis Freitag, von 14 bis 17 Uhr.