Jugend forschte: Wespenfallen sind unnütz

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  • Schülerinnen forschen nach Alternative zu Wespenfallen
  • verschiedene Lockstoffe für Ablenkungsfütterung
  • halbierte Weintrauben der Renner
  • Forschungsarbeit und Infobroschüre


(Bremen, den 09/06/09) Mit einem Vortrag beim Monatstreffen des NABU Bremen stellten Maike Sieler und Hendrike Weidemann ihr Ergebnisse aus dem Wettbewerb "Jugend forscht" zu Wespen vor. Die beiden Schülerinnen hatten nach Alternativen zu den "Wespenfallen" gesucht und waren mit verschiedenen Rezepturen für Ablenkungsfütterungen fündig geworden.
"Am liebsten mochten unsere Wespen überreife, halbierte Weintrauben", fasst Maike Sieler die Ergebnisse zusammen. "Verdünnter Honig war zwar auch beliebt, aber auch schnell alle. Bei den Weintrauben hatten die Tiere mehr zu tun", ergänzt Hendrike Weidemann. Klebrige Stoffe wie unverdünnte Marmelade oder reiner Honig machte die Tiere sogar aggressiv.
"Mit einem Teller Weintrauben lassen sich fast alle Wespen vom Kuchentisch ablenken", so Maike Sieler. Die Schülerinnen platzierten die Ablenkungsfütterung einfach fünf bis zehn Meter neben der Terrasse und hatten Ruhe vor den Tieren. Mit selbst gestalteten Postern präsentierten die beiden ihren Versuchsaufbau und die Ergebnisse den Aktiven des NABU Bremen.
"Ich bin total begeistert, die Idee ist so einfach wie genial", schwärmt NABU-Geschäftsführer Sönke Hofmann, "da hätte man viel früher drauf kommen können." Im Sommer seien Wespen das Top-Thema der ratsuchenden Anrufer beim NABU. "Von Juni bis August machen wir täglich ein bis zwei telefonische Wespenberatungen und informieren über die nützlichen Insekten."
Wespenfallen seien ohnehin unnütze Tierquälerei, denn Wespennester lassen sich mit ihnen nicht bekämpfen. "Nur die 'Rentnerwespen', die keine Aufgabe im Wespenstaat mehr haben, gehen in die Fallen", erklärt Hofmann, "aktive Arbeiterinnen jagen ausschließlich Insekten zur Versorgung der Brut." Haben die Arbeiterinnen ausgedient, stromern sie noch einige Wochen auf der Suche nach süßer Nahrung herum.
Die Forschungsarbeit von Maike Sieler und Hendrike Weidemann kann unter www.NABU-Bremen.de heruntergeladen werden. Eine informative Broschüre über Wespen, Bienen und Hummeln gibt es gegen vier Euro in Briefmarken beim NABU, Vahrer Feldweg 185, 28309 Bremen.

Hier gibt es die Forschungsarbeit als pdf-Datei.